Ziel erreicht

2.000 Neuaufnahmen bis Mitte November

  • 21.11.2012
  • aw
  • Aktuelles, Leiharbeit

Gute Nachrichten gab es in der vierten Delegiertenversammlung 2012. Über 2.000 Neuaufnahmen wurden bis zur Delegiertenversammlung am Dienstag verzeichnet. Arno Hager, Erster Bevollmächtigter IG Metall Berlin, berichtete gemeinsam mit Annette Engelfried auch über die zahlreichen Informationstage zur Umsetzung des Tarifvertrages zur Leiharbeit in der Metall- und Elektroindustrie.

Foto: IG Metall

Bei Stadler Pankow, MAN-Turbo, G-Elit wurden schon Informationstage durchgeführt. Weitere Betriebe folgen. Auch beim Verleihunternehmen Randstad gab es im Rahmen einer Betriebsversammlung einen Infostand für Leiharbeitnehmer, der intensiv besucht wurde. Bei Siemens laufen derzeit noch die Auseinandersetzungen zur sogenannten Besservereinbarung.

Weitere Themen im Geschäftsbericht war der Protesttag der europäischen Gewerkschaften am 14. November 2012 mit Generalstreiks in Griechenland, Spanien und Portugal, einem Solidaritätsstreik bei den Belgischen Staatsbahnen und Kundgebungen und Aktionen in Brüssel, Frankreich, Italien, Deutschland.

Zum Thema „Wirtschaftliche Lage – Eurokrise“ referierte Dr. Silke Tober, Referatsleiterin im Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung. Rahmenbedingungen und Handlungsmöglichkeiten der IG Metall waren Schwerpunkt des Vortrages. Stockende Investitionen, eine abgeschwächte Exportentwicklung seien als Ausblick für Deutschland zu erwarten. Es bestehe die Gefahr einer Verfestigung der konjunkturellen Schwäche, da eine Lösung der Krise im Euroraum mit der aktuellen Krisenstrategie nicht in Sicht sei. Es gehe darum, das Vertrauen der Vertrauen der Investoren zurückgewinnen, die partielle gemeinschaftliche Garantie der Staatsschulden (Schuldentilgungsfonds) und EZB Staatsanleihenkäufe sofern erforderlich durchzuführen. Die Geldpolitik könne dann restriktive Impulse der Fiskalpolitik zum Teil kompensieren. Um Wachstum, Schuldenabbau und externe Ungleichgewichte zu verhindern, empfehle sie vorübergehende Steuererhöhungen und eine Finanztransaktionssteuer, balanced-budget multiplier (Erhöhung der Staatsausgaben, die voll über zusätzliche Steuern finanziert werden, führen zu einem Wachstumseffekt, der mindestens so groß ist, wie die Erhöhung der Staatsausgaben bzw. der zu ihrer Finanzierung notwendigen Steuererhöhung) sowie Wachstumsanreize in Ländern mit Leistungsbilanzüberschüssen und relativ stabilen öffentlichen Finanzen.


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