Mehr Entgelt für Azubis

Die "Ecke" ist da!

  • 02.11.2016
  • aw
  • Aktuelles, Jugend, Betriebsräte/Vertrauensleute, Vertrauensleute

Mit Inkrafttreten des ERA-Entgeltabkommens erhalten Auszubildende der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg ab 1. Januar 2018 durchschnittlich rund 2,2 Prozent mehr Entgelt pro Ausbildungsjahr. In den Verhandlungen am 2. November einigten sich IG Metall und der Verband der Metall- und Elektroindustrie Berlin-Brandenburg (VME) auf die geforderte prozentuale Anbindung an das Facharbeiter-Eckentgelt - damit sind die Extraverhandlungen für die Azubi-Entgelte endgültig Geschichte.

Endlich geschafft: Die Verhandlungsführer Ilko Vehlow (IG Metall) und Stefan Moschko (VME)

Sie haben für die IG Metall Berlin und Brandenburg verhandelt: Tobias Hoheisel, Florian Jendrny, Philip Leser, Francis Schwan, Ilko Vehlow, Carmen Bahlo und Klaus Abel Bilder Christian von Polentz

An der Verhandlung der IG Metall nahmen auch junge Metallerinnen und Metaller aus Betrieben in Berlin und Brandenburg teil. Mit der Anbindung an das Facharbeiter-Eckentgelt ist nun klar, dass die Entgelte nach Tarifrunden regelmäßig angepasst werden. Bisher mussten die Auszubildenden-Entgelte nach Einführung des Entgelt-Rahmen-Tarifvertrags (ERA) extra verhandelt werden. Das ist nun vorbei - endlich.

„Die Ausbildung in der Metall- und Elektroindustrie muss attraktiver werden, um dem kommenden Fachkräftemangel zu begegnen“, sagte Olivier Höbel, IG Metall Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen. „Wir müssen den Herausforderungen wie Digitalisierung mit sehr guter Aus- und Weiterbildung begegnen. Mit der Eckanbindung an das Facharbeiterentgelt haben wir einen wichtigen Schritt gemacht. Die Verhandlungen waren nicht leicht, aber mit den Arbeitgebern sind wir uns einig, dass der heute erzielte Kompromiss ein positives Signal für die junge Generation ist.“

 

Hintergrund:
Im Mai hatten VME und IG Metall am Ende der Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie eine Gesprächsverpflichtung zum Thema der Azubi-Entgelte vereinbart. Die IG Metall forderte eine überproportionale Steigerung der Vergütung der Auszubildenden in Berlin und Brandenburg und dann prozentual eine Anbindung an das Facharbeiter-Eckentgelt. Die rund 2000 Auszubildenden in Berlin und Brandenburg verdienten bislang rund 25 Euro weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen in Sachsen.


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